| Städtische RealSchule Korschenbroich | |||
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Realschule Korschenbroich mit schulbegleitendem Projekt zur Leseförderung für fünfte und sechste Klassen "Lesen ist besser als Computer spielen" Seit dem "Pisa-Schock" ist es amtlich: Die deutschen Kinder können nur schlecht lesen. Wasser auf die Mühlen für alle diejenigen, die schon immer wussten, dass früher alles besser gewesen sei und die Kinder der Moderne ihre Zeit nur noch vor dem Computer zubringen würden. Die Schüler der Realschule Korschenbroich zeigen aber, dass dies nicht zwangsläufig so sein muss. Sie nehmen an einem Projekt zur Leseförderung teil. "Es war tatsächlich im Zuge der Pisa-Studie, dass wir uns entschlossen haben, ein Projekt zu entwickeln, bei dem die Schüler zum Lesen angehalten werden sollen", bekennt Roswitha Merkens, Klassenlehrerin in der sechsten Klasse der Realschule. Es sei schon so gewesen, dass einige Schüler sehr stockend gelesen hätten. Das würde sich aber nun zunehmend ändern. Parallel zum Unterricht bekommen die Schüler einmal im Halbjahr die Aufgabe, ein Jugend- oder Sachbuch nach Wahl zu lesen. ,,Die Sachbücher sind aber nicht so angesagt, alle Mädchen und Jungen entschieden sich für ein Jugendbuch", sagt Merkens. Die Überprüfung des Gelesenen und die Beobachtung der Sprösslinge bei der ,,Hausaufgabe" obliegt den Eltern. Während die Schüler einen Lesenachweis ausfüllen müssen, der als Herzstück eine Inhaltsangabe und eine Bewertung des gelesenen Buches fordert, sind die Eltern gefragt, das Leseverhalten der Kinder zu bewerten. Dieses soll anhand von Vorleseübungen geschehen. Liest das Kind mit den Fingern mit? Liest es stockend, mit oder ohne Betonung, haben die Kinder Spaß am Lesen oder wird das Buch lieber wieder schnell beiseite gelegt? Diese und weitere Fragen sollten die Eltern beantworten, und so den Leseerfolg mit garantieren. "Wir sind sehr froh, dass die Eltern das Projekt so positiv aufgenommen haben und uns unterstützen", zeigt sich die Lehrerin zufrieden. Natürlich gebe es auch immer einige, die sich um die Lesearbeit herum drücken, aber en gros käme die Aktion bei allen Beteiligten gut an. Das unterstreichen auch die jungen Leser. ,,Mir gefällt das Projekt sehr gut, Lesen ist richtig toll, da muss man auch mal mitdenken", stellt Katharina, eine Schülern der Klasse, die Vorzüge der Aktion heraus. Und Lisa, eine andere Schülerin, meint, dass Lesen die Phantasie schule und so den Effekt in sich berge, bessere Aufsätze schreiben zu können. Die Lehrerin kann das noch nicht betätigen: ,,In Sachen Rechtschreibung hat sich noch nicht wirklich was gebessert, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Anwendung der Sprache bei den Kindern geschult wird." Das Lesen soll aber auch der Klassengemeinschaft dienlich sein. Sobald die Kinder das Buch ausgelesen haben, sollen sie es auf einer Liste eintragen, auf der die anderen Kinder dann sehen können, ob ein Titel sie interessiert. Integriert in das Projekt ist auch die Schulbücherei, von der Katharina, begeistert erzählt: ,,Wenn wir Lust haben ein Buch zu lesen, können wir in den Pausen oder in Vertretungsstunden in der Bücherei neue Bücher ausleihen." Das Programm zur Leseförderung ist komplett auf die Schüler der fünften und sechsten Klassen zugeschnitten. ,,Langfristig wollen wir das Projekt aber auch in die höheren Klassen ziehen, um auch dort die Lust am Schmökern zu erhalten", meint die Pädagogin. Beachtlich ist aber besonders, dass in der Klasse von Roswitha Merkens das Buch populärer zu sein scheint, als das Spielen am Computer. So sagt die elfjährige Freia: ,,Ich finde lesen besser, als Computer zu spielen. Spielen braucht man später nicht mehr, wer aber nicht lesen kann, der kann auch nicht lernen."
Ein Projekt zur Leseförderung hat die Realschule Korschenbroich für die
fünften und sechsten Klassen entwickelt: Auch die NGZ lesen die Schüler der
Klasse von Roswitha Merkens (links). |
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